Menhir

Menhir, 1999 Bleistift auf Papier, 50x60cm

Menhir, 1999
Bleistift auf Papier, 50x60cm

Das Bild ist mittig aufgebaut. Ein deutlicher Gegensatz zeigt sich zwischen oben und unten. Der obere Bereich des Bildes ist licht und leicht, er ist atmosphärisch durchlässig; der untere Bereich verdichtet sich irdisch und verweist auf einen Zustand der Verwurzelung hin. Im mittleren Bereich entwickelt sich das Bild von links nach rechts durch eine Abfolge durchlichteter Gestalten; links zeigt die mittige Schraffur eine etwas festere lichte Gestalt an und rechts werden sie leichter und pflanzlicher. Der senkrecht stehende Körper vermittelt zwischen den Gegensätzen. Seine Ränder sind bewegungsdurchlässig. Zahlreiche, fast flammende Linien bilden eine dynamische Kontur.
Erscheint der Menhir  leicht oder schwer?
Schaut man direkt auf die Mittelgestalt, scheint sie zwar aufrecht stehend und unten fußfassend., aber eine schwebende Durchlässigkeit überwiegt und gibt dem Stein seine Leichtigkeit. Je leichter der Stein erscheint, umso freier kann man die Vorderseite des Menhirs als Bildfläche mit unbestimmtem Bild erleben. Bewegung, Bildsamkeit, Bild und Wachstumsformen durchdringen sich als lebendiges Milieu. Linien, Flächen und Freiräume schreiben dieses Milieu.